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TV-TIP

Naturparadiese mit Zukunft

Sa 20.02., 15:45 - 16:30, ARTEDoku, D/F 2019, 43/45 Min.Wh. vom 10.02. 17:50 Uhr, Wh. am 03.03. 07:50 Uhr


https://www.tvspielfilm.de/tv-programm/sendung/naturparadiese-mit-zukunft,6012b30a8189651233dbe67b.html#inline-section_images



Hallo liebe Storchenfreunde

Willkommen im Revier der Störche  



 

 


 

Unser Land ...


Kaum ein anderes Bundesland hat eine so intakte und vielfältige Natur wie Niedersachsen: Moor und Heide, Berge und Wälder, Flüsse und Seen, Auen und Wiesen, Wattenmeer und Dünen prägen die Landschaft - geschützt und vielerorts erlebbar durch zwei Nationalparke (Wattenmeer und Harz), ein Biosphärenreservat, rund 730 Naturschutzgebiete, über 1.400 Landschaftsschutzgebiete und 13 großräumige Naturparke, die überwiegend der Erholung dienen. Ziele des Naturschutzes sind die nachhaltige Sicherung des Naturhaushalts, der Nutzbarkeit der Naturgüter, der Pflanzen- und Tierwelt und der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft.



Niedersachsen ist als Storchenland ganz besonders interessant, weil sich eine so genannte Zugscheide längs durch das Land zieht. Die „Weststörche" ziehen alljährlich über Frankreich, Spanien und die Meerenge von Gibraltar nach Afrika, während die Mehrzahl „Oststörche" gemeinsam mit den Vögeln aus Ost- und Südosteuropa über den Bosporus, Israel und die arabische Halbinsel nach Ost- und Südafrika fliegt. Auf diese Weise unternehmen die Weißstörche alljährlich eine gefahrvolle Reise von mehreren Tausend Kilometern. Während die Vögel in Afrika in den unberührten Savannen überwintern, haben sie sich hier im Land ganz dem Menschen angeschlossen. Sie brüten vorwiegend auf den Dächern von Häusern und ernähren sich fast ausschließlich auf landwirtschaftlichen Kulturflächen. Seit 1988 war ihr Bestand mit leichten Schwankungen ständig bergauf gegangen.

 




Lilienthals Traum (Mey + Berliner Philharmoniker)

 

https://www.youtube.com/watch?v=A9dMjg6jz2I  





 








Aus aktuellem Anlass...


Der Storch im Winter

Copyright by Reinald Bode  


Winterstörche nehmen im Allgemeinen nicht mehr am Vogelzug in die südlichen Winterquartiere teil. Sie bleiben ganzjährig in ihrer Brutheimat. Ihre Nachkommen hingegen zeigen dieses Verhalten nicht und haben bisher Ende August eines jeden Jahres am Vogelzug teilgenommen.

In den letzten Jahren konnte eine deutlich steigende Zahl von überwinternden Weißstörchen festgestellt werden. Ob diese Änderungen im Zugverhalten klimatisch bedingt sind,  ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen. 

  

Obwohl sich der Weißstorch sowohl von lebenden als auch von toten Beutetieren ernährt, ist er als Zugvogel nicht auf das Nahrungsangebot in den Wintermonaten unserer Breiten eingestellt. In Wintern mit anhaltenden Frostperioden und/oder mit hohen Schneelagen bleibt dem Storch der Zugang zur Nahrung weitestgehend verschlossen. Bisher wurde aber noch kein Storch gemeldet, der hier im Winter verhungert ist! 


Störche sind sogenannte Winterflüchter und können sich schnell an die Wetterverhältnisse anpassen. Kälte bis -20 Grad macht den Vögeln kaum etwas aus. So lange es freie Stellen für die Futtersuche gibt, können sich die Tiere auch ernähren.  Hierzu gehören in erster Linie auch nicht zugefrorene Bachläufe und Tümpel. Zudem kommen Störche auch mal zwei Wochen ohne Futter aus. Bei langanhaltenden starken Frostperioden sowie starkem Schneefall suchen Störche nach neuen Nahrungsquellen. So verbringen sie dann meist einige Wochen wegen des milderen Klimas am Bodensee oder im Elsass. Oststörche fliegen dann auch einfach nach Westen! 

 

Hat ein Storch jedoch nicht genügend Energiereserven gespeichert, können ihm harte klimatische Verhältnisse zum Verhängnis werden und er kann ohne fachkundige Hilfe den Hungertod sterben. Normalerweise verschwinden sie aber, wenn es so richtig scheußlich wird. Sollte dennoch ein stark geschwächter oder verletzter Storch gesichtet werden, ist schnellstmöglich fachkundige Hilfe nötig. Diese leisten u. a. Storchenbetreuer, Storchenväter, Nabu etc. Fütterung auf eigene Faust sollte unterbleiben.

 

Zunehmend bleiben in den letzten Jahren immer mehr Nester ganzjährig belegt. Dabei handelt es sich überwiegend um Vögel aus europäischen Zuchtstationen, etwa am Bodensee, im Elsass oder in der Schweiz. Dort wurde es den Tieren aus Sicherheitsgründen abgewöhnt, den Winter anderswo zu verbringen. Aus diesem Grund ist der Schutz der natürlichen Lebensräume besonders  wichtig. 

 

In Zoos und Tierparks werden Störche überwiegend mit Eintagsküken gefüttert. Während der Jungenaufzucht erhalten sie zusätzlich kleine Fische. Manchmal werden auch freilebenden Störchen in den Wintermonaten Eintagsküken zugefüttert. Grundsätzlich sollte man aber die Störche gar nicht füttern.

 

 












 








Foto: Reinald Bode - Weißstorch auf Nahrungssuche




 












Foto: Reinald Bode - Weißstorchpärchen










Foto: Reinald Bode - Weiß- und Schwarzstorch





Foto: Reinald Bode - Schwarzstorchpärchen






Foto: Reinald Bode - Schwarzstorch im Leinepolder






Foto: Reinald Bode - Weißstorchpaar































 

 

 

Aktualisiert am: 


06.02.2021