Aktualisiert am:

 

26.01.2023

 

 



Der Storch im Winter

Copyright by Reinald Bode  


Winterstörche nehmen im Allgemeinen nicht mehr am Vogelzug in die südlichen Winterquartiere teil. Sie bleiben ganzjährig in ihrer Brutheimat. Ihre Nachkommen hingegen zeigen dieses Verhalten nicht und haben bisher Ende August eines jeden Jahres am Vogelzug teilgenommen.

In den letzten Jahren konnte eine deutlich steigende Zahl von überwinternden Weißstörchen festgestellt werden. Ob diese Änderungen im Zugverhalten klimatisch bedingt sind,  ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen. 


Obwohl sich der Weißstorch sowohl von lebenden als auch von toten Beutetieren ernährt, ist er als Zugvogel nicht auf das Nahrungsangebot in den Wintermonaten unserer Breiten eingestellt. In Wintern mit anhaltenden Frostperioden und/oder mit hohen Schneelagen bleibt dem Storch der Zugang zur Nahrung weitestgehend verschlossen. Bisher wurde aber noch kein Storch gemeldet, der hier im Winter verhungert ist! 

Störche sind sogenannte Winterflüchter und können sich schnell an die Wetterverhältnisse anpassen. Kälte bis -20 Grad macht den Vögeln kaum etwas aus. So lange es freie Stellen für die Futtersuche gibt, können sich die Tiere auch ernähren.  Hierzu gehören in erster Linie auch nicht zugefrorene Bachläufe und Tümpel. Zudem kommen Störche auch mal zwei Wochen ohne Futter aus. Bei langanhaltenden starken Frostperioden sowie starkem Schneefall suchen Störche nach neuen Nahrungsquellen. So verbringen sie dann meist einige Wochen wegen des milderen Klimas am Bodensee oder im Elsass. Oststörche fliegen dann auch einfach nach Westen!   


Hat ein Storch jedoch nicht genügend Energiereserven gespeichert, können ihm harte klimatische Verhältnisse zum Verhängnis werden und er kann ohne fachkundige Hilfe den Hungertod sterben. Normalerweise verschwinden sie aber, wenn es so richtig scheußlich wird. Sollte dennoch ein stark geschwächter oder verletzter Storch gesichtet werden, ist schnellstmöglich fachkundige Hilfe nötig. Diese leisten u. a. Storchenbetreuer, Storchenväter, Nabu etc. Fütterung auf eigene Faust sollte unterbleiben.  


Zunehmend bleiben in den letzten Jahren immer mehr Nester ganzjährig belegt. Dabei handelt es sich überwiegend um Vögel aus europäischen Zuchtstationen, etwa am Bodensee, im Elsass oder in der Schweiz. Dort wurde es den Tieren aus Sicherheitsgründen abgewöhnt, den Winter anderswo zu verbringen. Aus diesem Grund ist der Schutz der natürlichen Lebensräume besonders  wichtig.   



In Zoos und Tierparks werden Störche überwiegend mit Eintagsküken gefüttert. Während der Jungenaufzucht erhalten sie zusätzlich kleine Fische. Manchmal werden auch freilebenden Störchen in den Wintermonaten Eintagsküken zugefüttert. Grundsätzlich sollte man aber die Störche gar nicht füttern. 


Weitere Infos über Winterstörche können über das Kontaktformular dieser HP angefordert werden.










Markoldendorfer Störche Tristan und Isolde

























































































































































 


 

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