Aktualisirt am

10.07.2021



Überwinterer


... sind meist Gaststörche


Normalerweise fliegen Störche im Winter nach Afrika. Doch immer mehr Zugvögel bleiben in Europa, etwa in Spanien. Und manche sparen sich den Flug in den Süden mittlerweile ganz.



Viele Störche kehren in diesem Jahr früher als sonst aus den Winterquartieren nach Deutschland zurück. Seit zwei Wochen werden regelmäßig Rückkehrer gemeldet, sagte der Storchenexperte des Naturschutzbundes (Nabu), Kai-Michael Thomsen.


Nach Angaben von Storchenbetreuern in Rheinland-Pfalz klappern schon die ersten Störche auf den Nestern, ebenso in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. In Mecklenburg-Vorpommern wurde der erste zurückgekehrte Storch schon am 2. Februar gesichtet. "Bei den Westziehern haben wir den Eindruck, dass sie gut eine Woche früher zurückkommen", sagte Thomsen. Das Naturschutzinstitut in Sachsen sprach sogar von vier Wochen.



Störche passen ihre Strategien veränderten Bedingungen an

Durch die deutsche Weißstorch-Population geht ein Riss: In den westlichen Ländern inklusive Sachsen-Anhalt und Thüringen überwiegen die Störche, die auf der westlichen Route über Frankreich nach Süden fliegen. Im Osten überwiegen die Ostzieher, die auf der Balkanroute über den Bosporus nach Afrika gelangen. Dazwischen, wie in Schleswig-Holstein und Westmecklenburg, halten sich Ost- und Westzieher die Waage, wie der Biologe am Michael-Otto-Institut des Nabu in Bergenhusen (Schleswig-Holstein) sagte.


Die Störche passen ihre Strategien veränderten Bedingungen an. So verzichten viele Westzieher seit 20 bis 30 Jahren auf den Flug über das Mittelmeer nach Afrika. Das liege nicht am Klimawandel, sondern am Nahrungsangebot, erklärte Thomsen.


In Spanien gebe es noch große, offene Mülldeponien mit organischen Abfällen sowie Reisfelder, wo die Störche Krebse finden. Sie müssen nicht viel fliegen, um zu fressen, und kehren gut genährt in die Brutreviere zurück. Dort sind sie mindestens einen Monat vor den Ostziehern, deren Rückkehr sich von Mitte März bis Anfang Mai hinziehen kann.


Störchen ist angeboren, welche Route sie fliegen

Ob sich der kurze Flug und die frühe Rückkehr positiv auf den Bruterfolg auswirken, sei schwer einzuschätzen, meinte Thomsen. Der Bruterfolg hänge sehr von den Witterungs- und Nahrungsbedingungen nach dem Schlupf ab.


Der größte Vorteil: "Die Überlebenschancen während des Winters sind bei den Westziehern ungleich besser, vor allem für die einjährigen Störche." Bei ihnen habe sich die Überlebensrate Untersuchungen in Schleswig-Holstein zufolge verdoppelt.

Dennoch wählten Störche ostziehender Eltern weiter die Ostroute. "Das ist ihnen angeboren", sagte Thomsen. Gerieten unerfahrene Jungstörche aber in einen Trupp erfahrener Westzieher, folgten sie ihm.


Hunderte Vögel überwintern in Deutschland

Eine weitere Strategie von Störchen und Kranichen ist das Überwintern im Brutgebiet. "In diesem Winter klappt das ganz gut", so Thomsen. Er schätzt, dass sich diesmal bundesweit einige Hundert Störche den Zug erspart haben. "Das ist Evolution." Einige Tiere probierten es aus, und wenn es funktioniere, werde das in die nächsten Generationen getragen und zum Erfolgsmodell.


In Thüringen verbrachten nach Nabu-Angaben vier oder fünf Störche den ganzen Winter im Werratal. Im Kreis Groß-Gerau in Hessen seien sogar 150 bis 200 Störche über den Winter dageblieben. Die Überwinterer versuchten häufig, in Tierparks oder Vogelpflegestationen an Futter zu gelangen. Der früh nach Belitz im Landkreis Rostock zurückgekehrte Storch wurde bereits auf dem Acker bei der Suche nach Mäusen und Regenwürmern beobachtet.


Quelle: dpa

Warum überwintern manche Störche in Deutschland?

Gelegentlich werden Störche verletzt oder Jungstörche fallen aus dem Nest und müssen vom Menschen gepflegt werden. Haben solche Störche einmal einen Winter in Deutschland verbracht, so erlischt ihr Zugtrieb und sie ziehen nicht mehr zusammen mit ihren Artgenossen nach Süden.
Es kommt aber auch gelegentlich vor, dass eigentlich gesunde Störche nicht mit ihren Artgenossen in den Süden ziehen. Die Gründe dafür sind noch weitgehend ungeklärt.  
 

Immensener Storchenpaar Randolph und Maria

 

 

Was fressen Störche im Winter?

In den Überwinterungsgebieten ernähren sich Weißstörche ähnlich wie in ihren Brutgebieten. Auf dem vielfältigen Speisenplan stehen Insekten wie der Luzernenkäfer oder die Larve des Afrikanischen Herrwurms sowie Fische, Lurche und Mäuse. Leider fressen viele Störche auch immer wieder durch Pestizide vergiftete Wanderheuschrecken und verenden daran.   

 Müssen Störche, die in Deutschland überwintern, gefüttert werden?

Eigentlich nicht!

In der Regel kommen Störche sehr gut mit der kalten Witterung klar, und sind auch noch in der Lage genügend Futter zu finden. Zufüttern sollte man nur dann, wenn Bodenfrost und eine geschlossene Schneedecke die Nahrungssuche unmöglich machen. Am besten wendet man sich aber in einem solchen Fall an einen Weißstorchenbetreuer oder ein Storchenzentrum.

 

Der Storch im Winter

Copyright by Reinald Bode  


Winterstörche nehmen im Allgemeinen nicht mehr am Vogelzug in die südlichen Winterquartiere teil. Sie bleiben ganzjährig in ihrer Brutheimat. Ihre Nachkommen hingegen zeigen dieses Verhalten nicht und haben bisher Ende August eines jeden Jahres am Vogelzug teilgenommen.

In den letzten Jahren konnte eine deutlich steigende Zahl von überwinternden Weißstörchen festgestellt werden. Ob diese Änderungen im Zugverhalten klimatisch bedingt sind,  ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen. 

 

 

 

Obwohl sich der Weißstorch sowohl von lebenden als auch von toten Beutetieren ernährt, ist er als Zugvogel nicht auf das Nahrungsangebot in den Wintermonaten unserer Breiten eingestellt. In Wintern mit anhaltenden Frostperioden und/oder mit hohen Schneelagen bleibt dem Storch der Zugang zur Nahrung weitestgehend verschlossen. Bisher wurde aber noch kein Storch gemeldet, der hier im Winter verhungert ist! 

Störche sind sogenannte Winterflüchter und können sich schnell an die Wetterverhältnisse anpassen. Kälte bis -20 Grad macht den Vögeln kaum etwas aus. So lange es freie Stellen für die Futtersuche gibt, können sich die Tiere auch ernähren.  Hierzu gehören in erster Linie auch nicht zugefrorene Bachläufe und Tümpel. Zudem kommen Störche auch mal zwei Wochen ohne Futter aus. Bei langanhaltenden starken Frostperioden sowie starkem Schneefall suchen Störche nach neuen Nahrungsquellen. So verbringen sie dann meist einige Wochen wegen des milderen Klimas am Bodensee oder im Elsass. Oststörche fliegen dann auch einfach nach Westen! 

 

Markoldendorfer Störche Tristan und Isolde

 

 

Hat ein Storch jedoch nicht genügend Energiereserven gespeichert, können ihm harte klimatische Verhältnisse zum Verhängnis werden und er kann ohne fachkundige Hilfe den Hungertod sterben. Normalerweise verschwinden sie aber, wenn es so richtig scheußlich wird. Sollte dennoch ein stark geschwächter oder verletzter Storch gesichtet werden, ist schnellstmöglich fachkundige Hilfe nötig. Diese leisten u. a. Storchenbetreuer, Storchenväter, Nabu etc. Fütterung auf eigene Faust sollte unterbleiben.

 

 

Zunehmend bleiben in den letzten Jahren immer mehr Nester ganzjährig belegt. Dabei handelt es sich überwiegend um Vögel aus europäischen Zuchtstationen, etwa am Bodensee, im Elsass oder in der Schweiz. Dort wurde es den Tieren aus Sicherheitsgründen abgewöhnt, den Winter anderswo zu verbringen. Aus diesem Grund ist der Schutz der natürlichen Lebensräume besonders  wichtig. 

 

 

In Zoos und Tierparks werden Störche überwiegend mit Eintagsküken gefüttert. Während der Jungenaufzucht erhalten sie zusätzlich kleine Fische. Manchmal werden auch freilebenden Störchen in den Wintermonaten Eintagsküken zugefüttert. Grundsätzlich sollte man aber die Störche gar nicht füttern.

 

Weitere Infos über Winterstörche können über das Kontaktformular dieser HP angefordert werden.

  

 

 



Schweizer Storch

 

 

 Land erlaubt Fütterung von Störchen

Das Land will die Fütterung von wilden Störchen erlauben, Tierschützer gehen dagegen auf die Barrikaden. Es gehe nur um eine statistische Kosmetik.


http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Land-erlaubt-Fuetterung-von-Stoerchen


 

 

 

 


























































 

 

 


























































































































































































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