Das leidige, immer wieder auftauchende Problem zwischen Storchenliebhaber, Netzbetreiber etc. gelöst
Immer mal wieder kommt es vor, dass Störche durch Stromschlag getötet werden, es im Bahnverkehr dadurch oder durch herunterfallendes Nestmaterial es bei Netzbetreiber zu Störungen oder Verspätungen kommt.
Netzbetreiber oder Bahn entfernen dann meist die Nester, was aber oft einen gravierenden Eingriff in die Storchenpopulation bedeutet.
Bekannt ist im Allgemeinen, dass ein Entfernen der Nester nicht die ideale Löstung sein kann, da Störche nesttreu sind und danach ihr neues Nest immer wieder an geicher Stelle errichten.
Erfahrene Storchenbetreuer haben sich daraufhin mit diesem Problem befasst und nach einer Lösung gesucht. Es war einfacher als gedacht und konnte durch eine einfache Erhöhung des Nestes icl. Nestunterlage auf gleichen Mast erreicht werden. Zudem ist die Ausführung oft auch kostengünstiger als in unmittelbarer Nähe eine teure Ersatznisthilfe zu schaffen.
Von den Störchen wurde diese Lösung jedesmal gern akzeptiert, konnten sie ihren Neststandort doch weiterhin nurzen. Auch wird dieses Modell von immer mehr Netzbetreibern mittlerweile praktiziert. In angewandten Fällen blieben Störungen danach aus ebenso aus wie verletzte Störche.
Auf dem Foto ist ein Schaltermast mit stehenden Isolatoren zu sehen. Trotz der angeordneten „Fischschwänzchen“ auf der Konsole landen auch da Vögel. Um kleinere Vögel zu schützen wurden die Isolatoren erhöht.
Ein Weißstorch ist aber stark gefährdet, wenn er solch einen Schaltermast anfliegt.
Auf der Gitterkonstruktion daneben könnten Störche nisten und wären wegen der gefährlichen Masten im Umfeld gefährdet. Hier sollten tatsächlich Ersatzmasten in ausreichendem Abstand angeboten werden und eine Nestgründung auf den gefahrbringenden Bahnmasten unterbunden werden.
Die konkreten Situationen sind sehr verschieden und entsprechend sind Schutzmaßnahmen anzupassen.
Ideal-Lösung
From: Winfried Böhmer <wboehmer@t-online.de>
Sent: Thursday, February 5, 2026 3:26 PM
To: reinald.bode@niedersachsenstoerche.de <reinald.bode@niedersachsenstoerche.de>
Subject: AW: Storchennest Kreiensen
Hallo Reinald,
die Spannung des Bahnstromes beträgt 15 kV. Da die Schiene den Rückleiter bildet, ist jeder Kontakt zwischen Bahnstromleitung und Erdpotential ein Kurzschluss. Das ist auch der Grund, weshalb Vögel oft brennend vom Mast fallen wenn sie einen Isolator überbrücken. Die Ströme sind bei einem Kurzschluss einfach so hoch, dass ein Lichtbögen über den Vogel zündet und zu Verbrennungen führt.
Aber nun zu deinen eigentlichen Anliegen:
Die Weißstörche von den Masten durch Entfernen der Nester zu vertreiben wird kaum gelingen. Und wenn dies durch irgendwelche Abweiser erreicht werden sollte, besetzen sie einen anderen Mast.
Viel wirkungsvoller ist das Hochsetzen der Horste (s. Bild unten), weil dann Gefahren für die Vögel und den Bahnbetrieb ausgeschlossen werden.
Hänge dir Fotos von solch einem Unterbau für Niederspannungsmasten an. Damit wurden viele Horste hoch gesetzt und sie bereiteten keinerlei Probleme mehr.
Solch eine Konstruktion ist natürlich auch für die Gittermasten bei der DB möglich und das einzig Sinnvolle.
Sonnige Grüße
Winfried

