Tierschutz protestiert 

Land erlaubt Fütterung von Störchen

Das Land will die Fütterung von wilden Störchen erlauben, Tierschützer gehen dagegen auf die Barrikaden. Es gehe nur um eine statistische Kosmetik.


http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Land-erlaubt-Fuetterung-von-Stoerchen


Warum überwintern manche Störche in Deutschland?

Gelegentlich werden Störche verletzt oder Jungstörche fallen aus dem Nest und müssen vom Menschen gepflegt werden. Haben solche Störche einmal einen Winter in Deutschland verbracht, so erlischt ihr Zugtrieb und sie ziehen nicht mehr zusammen mit ihren Artgenossen nach Süden.
Es kommt aber auch gelegentlich vor, dass eigentlich gesunde Störche nicht mit ihren Artgenossen in den Süden ziehen. Die Gründe dafür sind noch weitgehend ungeklärt.    

Immensener Storchenpaar Randolph und Maria

 

 

Was fressen Störche im Winter?

In den Überwinterungsgebieten ernähren sich Weißstörche ähnlich wie in ihren Brutgebieten. Auf dem vielfältigen Speisenplan stehen Insekten wie der Luzernenkäfer oder die Larve des Afrikanischen Herrwurms sowie Fische, Lurche und Mäuse. Leider fressen viele Störche auch immer wieder durch Pestizide vergiftete Wanderheuschrecken und verenden daran.   

 Müssen Störche, die in Deutschland überwintern, gefüttert werden?

Eigentlich nicht!

In der Regel kommen Störche sehr gut mit der kalten Witterung klar, und sind auch noch in der Lage genügend Futter zu finden. Zufüttern sollte man nur dann, wenn Bodenfrost und eine geschlossene Schneedecke die Nahrungssuche unmöglich machen. Am besten wendet man sich aber in einem solchen Fall an einen Weißstorchenbetreuer oder ein Storchenzentrum.

 

Der Storch im Winter

Copyright by Reinald Bode  


Winterstörche nehmen im Allgemeinen nicht mehr am Vogelzug in die südlichen Winterquartiere teil. Sie bleiben ganzjährig in ihrer Brutheimat. Ihre Nachkommen hingegen zeigen dieses Verhalten nicht und haben bisher Ende August eines jeden Jahres am Vogelzug teilgenommen.

In den letzten Jahren konnte eine deutlich steigende Zahl von überwinternden Weißstörchen festgestellt werden. Ob diese Änderungen im Zugverhalten klimatisch bedingt sind,  ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen. 

 

 

 

Obwohl sich der Weißstorch sowohl von lebenden als auch von toten Beutetieren ernährt, ist er als Zugvogel nicht auf das Nahrungsangebot in den Wintermonaten unserer Breiten eingestellt. In Wintern mit anhaltenden Frostperioden und/oder mit hohen Schneelagen bleibt dem Storch der Zugang zur Nahrung weitestgehend verschlossen. Bisher wurde aber noch kein Storch gemeldet, der hier im Winter verhungert ist! 

Störche sind sogenannte Winterflüchter und können sich schnell an die Wetterverhältnisse anpassen. Kälte bis -20 Grad macht den Vögeln kaum etwas aus. So lange es freie Stellen für die Futtersuche gibt, können sich die Tiere auch ernähren.  Hierzu gehören in erster Linie auch nicht zugefrorene Bachläufe und Tümpel. Zudem kommen Störche auch mal zwei Wochen ohne Futter aus. Bei langanhaltenden starken Frostperioden sowie starkem Schneefall suchen Störche nach neuen Nahrungsquellen. So verbringen sie dann meist einige Wochen wegen des milderen Klimas am Bodensee oder im Elsass. Oststörche fliegen dann auch einfach nach Westen! 

 

Markoldendorfer Störche Tristan und Isolde

 

 

Hat ein Storch jedoch nicht genügend Energiereserven gespeichert, können ihm harte klimatische Verhältnisse zum Verhängnis werden und er kann ohne fachkundige Hilfe den Hungertod sterben. Normalerweise verschwinden sie aber, wenn es so richtig scheußlich wird. Sollte dennoch ein stark geschwächter oder verletzter Storch gesichtet werden, ist schnellstmöglich fachkundige Hilfe nötig. Diese leisten u. a. Storchenbetreuer, Storchenväter, Nabu etc. Fütterung auf eigene Faust sollte unterbleiben.

 

 

Zunehmend bleiben in den letzten Jahren immer mehr Nester ganzjährig belegt. Dabei handelt es sich überwiegend um Vögel aus europäischen Zuchtstationen, etwa am Bodensee, im Elsass oder in der Schweiz. Dort wurde es den Tieren aus Sicherheitsgründen abgewöhnt, den Winter anderswo zu verbringen. Aus diesem Grund ist der Schutz der natürlichen Lebensräume besonders  wichtig. 

 

 

In Zoos und Tierparks werden Störche überwiegend mit Eintagsküken gefüttert. Während der Jungenaufzucht erhalten sie zusätzlich kleine Fische. Manchmal werden auch freilebenden Störchen in den Wintermonaten Eintagsküken zugefüttert. Grundsätzlich sollte man aber die Störche gar nicht füttern.

 

Weitere Infos über Winterstörche können über das Kontaktformular dieser HP angefordert werden.

  

 

2014/2015

 

Winterstörche Leinepolder: 

 

Storchenpaar Immensen - Randolf DER AE 725 und Maria  DER AF 342

 

Storchenpaar Salzderhelden - Dietmar ... und Christine ...   

 

Storchenmännchen Hollenstedt - Otto ...

 

Schweizer Storch - HES SA 407

 

 

Winterstörche Markoldendorf:

 

Storchenpaar Markoldendorf - Tristan ... und Isolde DEH HC 093  

 

 

 

2015/2016

 

Winterstörche Leinepolder: 

 

Storchenpaar Immensen - Randolf DER AE 725 und Maria  DER AF 342

 

Storchenpaar Salzderhelden - Dietmar ... und Christine ...   

 

Storchenmännchen Hollenstedt - Otto ...

 

Schweizer Storch - HES SA 407

 

2016/2017

 

Winterstörche Leinepolder: 

 

 Storchenmännchen Hollenstedt - Otto ... und

 

 


Vögel füttern: Ganzjahresfütterung wird empfohlen

 

Vögel füttern war früher einmal ein Winterthema: In der kalten Jahreszeit wurde das Vogelhaus aufgestellt, die Meisenknödel in den Baum gehängt und natürlich Sonnenblumenkerne ausgestreut.


Vögel ganzjährig füttern!


Es werden immer mehr Stimmen gerade auch von Ornithologen laut, die eine Ganzjahresfütterung von Gartenvögeln empfehlen: Die natürliche Nahrungssituation der Wildvögel in freier Natur hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert.


Die Monokulturen, die heute unsere Landwirtschaft prägen, greifen so sehr in das Gleichgewicht der Natur ein, dass es für Insekten, aber auch für Wildpflanzen eng geworden ist: Die Wildvögel haben das Nachsehen!


Vögel füttern: Die Insektenfrage

 

Professor Dr. Peter Berthold, ehemaliger Leiter der Vogelwarte Radolfzell und einer der führenden Ornithologen hierzulande, ist ein eindeutiger Befürworter in der Diskussion, ob man Vögel füttern sollte oder nicht.


Er überzeugt mit einer ebenso ein-fachen wie ver-blüffenden Frage: „Wie oft haben Sie früher die Scheiben Ihres Autos im Sommer von Insektenresten befreit und wie selten machen Sie das heute noch?“


Die Antwort eines jeden einzelnen darauf zeigt, wie sehr sich das Nahrungsangebot für Wildvögel verändert hat. Vögel füttern ist zu einer wichtigen Aufgabe geworden.


30% weniger Insekten!


Damit führt er nur vor Augen, was Insektenforscher schon längst als alarmierend bezeichnen: Die Insektenpopulationen sind in den letzten Jahren dramatisch, um bis zu 30 Prozent, zurückgegangen.


Als maßgeblich dafür führen sie die mehr und mehr ausgeräumte „Kulturlandschaft“ an, die speziell auf Ackerflächen, Wiesen und deren beiden Rainen kaum mehr krautige Wildpflanzen zulassen – heute gelten sie vielmehr als Wildkräuter und Unkraut.


PerfekteAckernutzung


Lag die Kulturreinheit, also der ausschließliche Wuchs einer Ackerfrucht auf ihrer Fläche, noch in den 1950er und 1960er Jahren bei etwa 85 Prozent, liegt sie heute bei weit über 95 Prozent.


Ackerstiefmütterchen, Ackergauchheil, Feldrittersporn, Fuchsschwanz, Klatschmohn und Kornblume: auf modernsten Produktionsflächen für Getreide und Co. kommen sie kaum mehr vor.


Raine verschwunden

 

Raine, früher die Felder rahmende Refugien für rare Gräser und Kräuter, sind längst untergepflügt: Acker grenzt jetzt an Acker, jeder Quadratmeter landwirtschaftliche Ertragsfläche zählt im Bestreben, bessere betriebswirtschaftliche Kennzahlen zu erzielen.


Wo allerdings Blütenpflanzen fehlen, fehlen auch deren Samen und die solche Pflanzen begleitenden Insekten: Sie sind das A und O der Vogelernährung und heute vielerorts Mangelware für die Gefiederten.


Mit den Insektenpopulationen gehen also auch die Vogelpopulationen zurück, da die Brut nicht mehr richtig ernährt werden kann.


Schwierige Brut für Zugvögel


Und es geht nach Prof. Berthold noch weiter: Heim-kehrende Zugvögel seien bei Ankunft in hiesigen Brut-gebieten im Frühjahr immer weniger in der Lage, zu den für die Brut erforderlichen Kräften zu kommen.


Sie finden immer seltener über-winterte Samen-stände von krautigen Pflanzen, in denen letzte Saat zu finden wäre oder in denen Insekten überwintert haben könnten.


Auch Gärten bieten wenig!

 

Übrigens gilt inzwischen für den privaten, modernen Hausgarten mit seinen ausgesuchten Zierpflanzen weitgehend das gleiche wie für Feld und Flur: Vogelnahrhaftes ist leider kaum mehr verfügbar!


Eine angemessene Zufütterung ist ein wesentlicher Beitrag zum Vogelschutz, insbesondere zum Erhalt und zum Teil sogar zum Wiederaufbau der Artenvielfalt unserer heimischen Vogelwelt.


Vögel füttern: und zwar richtig!


Das Rezept für die Ganzjahresfütterung von Wildvögeln liegt in einem vielfältigen Angebot, für Weichfresser und Körnerfresser ebenso wie für Insektenfresser: Das Vogelfutter muss artgerecht und „schnabelgerecht“ sein, wie es die Fachleute nennen.


Ansonsten kann das Futter von den Vögeln nicht aufgenommen werden und bleibt am Futterplatz liegen: Irrigerweise führt das zu der Auffassung, die Tiere hätten keinen Bedarf am dar-gereichten Nahrungsangebot.


Richtig ist, dass das Futter nur die falsche Rezeptur hat: Winterstreufutter wird im Lebensmittelhandel, im Baumarkt und Discounter ge-handelt und ist nicht qualitäts- sondern preisgeleitet. Billiger ist aber selten besser!


Vögel füttern: und zwar ganzjährig!


Prof. Berthold fordert, im Einklang mit mehr und mehr Organisationen aus dem Vogelschutz und Naturschutz, es nicht bei der Winterfütterung von Wildvögeln zu belassen, sondern Vögel ganzjährig zu füttern.


Für Deutschland würde die Ganzjahresfütterung zu stabileren Vogel-populationen führen: Ausreichendes Nahrungsangebot zur Brutzeit etwa, würde mehr Jung-vögel durchbringen und den Elternvögeln zusätzliche Bruten erlauben.


Vorreiter England und Frankreich


Im gartenverrückten England und auch in Frankreich ist die Ganzjahresfütterung von Vögeln längst normal: Dabei hat sich erwiesen, dass Wildvögel auch bei einer Ganzjahresfütterung nicht ihre natürlichen Verhaltensweisen verlieren.

Die Vögel gehen trotz des Futterangebotes aus Menschenhand weiterhin auf Insektenjagd und Körnersuche: Die Nahrungssuche wird allerdings erleichtert und das aus-reichende Futterangebot fördert eine weitere Brut

Schweizer Storch

 

 


 

 

 

 


























































 

 

 
















































































































































































































































































































































































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Aktualisiert am:

16.11.2019



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