Der Schwarzstorch wurde zur Hauptleitart und zum Sympathieträger für das Biotopverbundsystem im Landkreis Goslar ausgewählt. Er ist einer der wenigen im Landkreis Goslar brütenden Großvögel und repräsentiert in besonderer Weise die Hauptlebensräume (alte) Laubwälder und Bäche des Berg- und Hügellandes. Er ist bekannt und genießt ähnlich wie der ihm sehr ähnliche, nur wenig größere Weißstorch große Sympathien in der Bevölkerung. Sein Bestand hat seit 20 Jahren zugenommen. Ganz so einfach wie den Weißstorch kann man ihn wegen seiner eher heimlichen Lebensweise nicht beobachten. Doch mit etwas Aufmerksamkeit wird man ihm begegnen, wenn er an Bächen, Tümpeln und Kiesseen nach Nahrung sucht, so z.B. an Nette, Schilau, Innerste, Oker und Radau.

In den ausgeräumten Ackerfluren findet der Schwarzstorch kein Futter, sondern nur in Feuchtbiotopen, die es in einem Biotopverbund auch neu zu schaffen gilt. Auch wenn Schwarzstörche gut fliegen können, bestimmt die Nahrungsgrundlage in geeigneten Biotopen die Populationsdichte, d.h. die Anzahl der Vögel in einer Region. Insofern ist der Schwarzstorch aus drei Gründen eine ideale Hauptleitart für ein Biotopverbundsystem im Landkreis Goslar:

Je dichter ein Netz von Biotopen geknüpft wird, desto mehr wird auch der Schwarzstorch davon profitieren, indem sich seine Anzahl erhöht,
desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, einen Storch in freier Natur beobachten zu können.

 

,





 

Aktualisiert am:

16.11.2019



Besucher der Webside

434592