Grünlandverlust in Deutschland

So ist seit 2003 der Dauergrünlandanteil an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche um  ca. 5 % in Deutschland gesunken. Zu einer beschleunigten Umwandlung von Grünland in Ackerland kommt es zum Teil auch auf Standorten, auf denen dies aus naturschutzfachlichen und umweltpolitischen Gründen und dabei besonders aus Gründen des Klimaschutzes, nicht erwünscht ist. Zu solchen Flächen gehören sensible Standorte wie  z.B. Natura 2000-Gebiete, Moorstandorte, kartierte Biotopflächen und Auenflächen.  

Die Erneuerbare Energien-Politik mit ihren Förderinstrumenten und Vergütungsregelung im Biomassebereich ist dabei ein entscheidender Faktor, der die Umwandlung von Grünland in Acker und damit auch Intensivierungstendenzen auf noch verbleibendem Grünland begünstigt hat. Ein Trend, der sogar Grenzertragsstandorte betrifft. Parallel zu den landwirtschaftlichen Intensivierungsprozessen und Landnutzungsänderungen bleibt eine Nutzungsaufgabe in Gebieten mit ungünstigen Produktionsbedingungen. Durch den quantitativen und qualitativen Grünlandverlust gehen die in Mitteleuropa vielfältigsten Lebensräume verloren und mit ihnen eine Vielzahl gefährdeter Tiere und Pflanzen. Darüber hinaus kommt es bei Grünlandumbruch zur Freisetzung von beträchtlichen Mengen an Kohlendioxid sowie zur verstärkten Auswaschung von Nährstoffen und einer damit verbundenen Zunahme der Nährstoffeinträge in Gewässer. Das Erosionsrisiko in gefährdeten Lagen steigt.



FFH-Richtlinie


https://www.bfn.de/themen/artenschutz/regelungen/ffh-richtlinie.html

 

 

 


Aktualisiert am: 28.08.2019



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